Weihnachtsstern

(M)ein Plädoyer für mehr Gelassenheit

Jedes Jahr um die selbe Zeit: auf unzähligen Silvesterpartys spricht man im Rausch der Gefühle (und des Alkohols) persönliche Vorsätze aus, an die sich am darauffolgenden Tag niemand mehr erinnern will kann. Ich tue dies seit Jahren nicht mehr. Stattdessen habe ich mir schon seit einiger Zeit etwas für mich persönlich vorgenommen: Gelassenheit. Noch im April des letzten Jahres hat mich ein Kaffeebecher auf die sprichwörtliche Palme gebracht den mir mein Freund geschenkt hat: „Keep calm and go to…“. Ich dachte „so ein blödes Ding“ und „was soll so ein Spruch überhaupt“. Wie der Rest des Tages dann verlief, könnt ihr euch denken…. Es ging damals um die Entscheidung unseren Wohnort zu verlegen. Und diese Situation war die erste, in der ich mir bewusst gesagt hatte: einfach mal machen und abwarten, es wird sich schon alles regeln. Mein erster Schritt zu meiner persönlichen Gelassenheit. Und irgendwie konnte ich diesem Spruch dann doch etwas abgewinnen. Im August sind wir nach Fulda gezogen.

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In drei Schritten mehr Gelassenheit lernen:

1. Die kleinen Dinge des Alltags schätzen

Gelassenheit beginnt im Kopf. Aus diesem Grund versuche ich meine Gedanken auf die kleinen und schönen Dinge im Alltag zu lenken. Dazu gehört es ab und zu inne zu halten und alles um mich herum aufzusaugen: die Sonnenstrahlen die unser Haus durchfluten, der Geschmack einer besonderen Schokolade (die ich in den letzten Tagen häufig genossen habe), ein schöner Ausblick in die Landschaft oder ein Spaziergang. Das kann eben auch mal dieser frühlingshafte Weihnachtsstern sein.

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Natürlich sind es die großen Momente und Erlebnisse die erfüllend sind, wie ein Urlaub. An diesen erfreue ich mich natürlich besonders! Über das Jahr plane ich diese Highlights mit voller Hingabe. Aber für mehr Gelassenheit im Alltag sind es die kleinen Momente, die ich für mich schaffe.

2. In der Ruhe liegt die Kraft

Gelassenheit kommt von lassen. Etwas, was ich persönlich lernen muss, ist es mir Zeit für Ruhe zu gönnen. Die Füße hoch zu legen, (fast) nichts zu machen und in den freien Tag hinein leben. Am liebsten schmökere ich in meinem iPad – Instagram, Pinterest und den vielen Blogs, die wahre Inspirationsquellen für mich sind. Oder ich decke mich mit Zeitschriften ein. Bei Tratsch und Klatsch und Einrichtungstipps kann ich gut abschalten. Mit einer Tasse Tee gelingt mir das noch besser. Mein Lieblingstee ist im Moment eine Rotbuschtee-Mischung mit Vanille Aroma von der Kaffeerösterei Reinholz hier aus Fulda.

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3. Sei nicht so kritisch mit dir selbst

„Hey, sei nicht so hart zu dir selbst…“ (Lied von Andreas Bourani). Eine für mich treffende Aussage. Mein eigenes Handeln nicht immer hinterfragen. Nicht immer überlegen, was denken die anderen über mich. Es muss nicht immer alles zu 100 Prozent perfekt sein. Nicht bei mir. Auch nicht bei anderen. Für mich ist dies der wichtigste von den drei genannten Punkten. Kaum ist das neue Jahr angelaufen befinde ich mich schnell im altbekannten Hamsterrad. Der Alltag hat mich schneller wieder als mir lieb ist. Im Hamsterrad baut sich Stress und zeitlicher Druck wieder sehr schnell auf. Aufgaben und To-Do-Listen wachsen schneller als mir lieb ist. Und am kritischsten bin ich dabei mit mir selbst. Doch sollten wir uns für das neue Jahr vornehmen, auch wirklich mal nein zu sagen! Wenn es notwendig ist, auch mal gegenüber dem Chef. Am Anfang ist das schwierig. Es gehört auch viel Mut dazu. Aber ich habe neulich die Erfahrung gemacht, dass ein Nein sehr wohl auch im Beruf funktioniert. Und danach war es ein wirklich gutes, erleichterndes Gefühl. Was zählt ist die Grundeinstellung. Und die Erfahrung bringt den Rest an Selbstvertrauen mit sich! Ein Kännchen Zuversicht und Optimismus noch dazu und schwups bin ich ganz nah bei meinem Vorsatz: Mehr von dem tun, was mir gut tut. Weniger von dem tun, was ich meine tun zu müssen. Und alles viel gelassener.

Ich werde dieses Projekt ganz gelassen angehen, meinen Gedanken freien Lauf lassen, mich selbst und euch jeden Tag aufs Neue inspirieren. Und einfach schauen wie sich dieser Blog entwickelt.

Liebe Grüße Katharina